BOUNCE - BON JOVI TRIBUTEBAND

Familienzuwachs! Die JR-1 ist da!

Rund einen Monat Entwicklungszeit und zwei Monate Bauzeit hat es gedauert, bis BOUNCE Gitarrist Jens Rösel endlich seine erste eigene Custom Gitarre von Gitarrenbaumeister Herbert Müller aus Köln entgegennehmen durfte.

Im Gespräch haben wir sämtliche Feinheiten der neuen Gitarre besprochen und auch einige interessante Details über BOUNCE und das Jahr 2011 erfahren.

Frage: Hallo Jens, das letzte Gespräch ist jetzt schon wieder rund 2 Jahre her. Was hat sich verändert, was hat sich entwickelt?

Jens mit der SA-2

J.R.: Ja, das ist wahr! Die Zeit rast. Aber letztendlich ist es sicherlich ein gutes Zeichen, wenn die Zeit schnell vergeht. Dann war das, was passiert ist, nicht langweilig!

Ich denke, die wichtigste Veränderung, die sich eingestellt hat, ist, dass der Name BOUNCE in Deutschland in den letzten 2 Jahren immer bekannter wurde. Das war von Anfang an eines unserer wichtigsten Ziele und ich finde, rückblickend können wir sehr zufrieden mit dieser Entwicklung sein.

Ein weiterer Indikator für diese positive Entwicklung ist mit Sicherheit auch die immer weiter steigende Anzahl von Fans und Freunden, die sich der Band anschließen. Die BOUNCE-Family wächst von Monat zu Monat, worauf wir sehr stolz sind.

Frage: Gab es irgendwann einen richtigen Schub, ab wann der Knoten geplatzt ist?

J.R.: Nein, das kann man nicht sagen. Es ist vielmehr so, dass man von einem kontinuierlichem, gleichbleibendem Wachstum sprechen kann.

Ich denke, viele gehen von einem BOUNCE-Konzert einfach zufrieden nach Hause, kommen beim nächsten Mal wieder und bringen dann neue Leute mit usw...

Frage: Du hast eine neue Gitarre. Eine JR-Custom! Kannst Du beschreiben, wie es dazu gekommen ist?

J.R.: Ja klar! Sie ist wirklich der Hammer! Wie es dazu kam... nun ja. Ich denke ein eigenes Signature Model zu spielen ist der Wunsch von jedem Gitarristen.

Ein jungfräulicher Body!

Ausschlaggebend dafür war eigentlich ein Gespräch mit Thomas Heinen (ja, der der in der Cobra 2011 wirklich der Springsteen-Support ist). Er pflegt einen sehr guten Kontakt zu Herbert Müller. Ein absolut genialer und dazu super netter Gitarrenbauer aus Köln, der schon für den Gitarristen der DSDS Band oder den der Heavytones von Stefan Raab ein Instrument gebaut hat. Auch wir beide waren direkt auf der gleichen Wellenlänge.

Als ich Thomas dann erzählte, dass ich mit der SA-2 nicht so wirklich zufrieden bin, sagte er, dass ich doch mal mit ihm sprechen solle. Dann ging alles eigentlich recht schnell. Ich habe meine schwarze SA-2 mit nach Köln genommen und Herbert erklärt, was ich daran alles für verbesserungswürdig halte.

Frage: Und dann? Was hat Dir an der SA-2 nicht gefallen?

J.R.: Zunächst einmal muss man sagen, dass die SA-2 ein wirklich gutes Instrument zu einem äußerst günstigen Preis ist. Das Problem ist nur, dass der günstige Preis natürlich auch seinen Grund hat. Woran eindeutig am meisten gespart wurde sind die Pickups.

ESP hat hier das günstigste verbaut, was sie im Angebot haben. Das größte Problem war, dass diese ab einem bestimmten Pegel immer gekoppelt haben. Wir haben diese durch 57er PAF Pro’s ersetzt, wie man sie auch einer Les Paul Standard findet.

57er Gibson PAF pro PUs für den warmen Sound

Frage: Das war aber nicht alles, oder?

J.R.: Natürlich nicht! Als Holz für den Body wird Esche verwendet, was ebenfalls eine preiswertere Variante als z.B. Erle oder Mahagoni ist, wie es bei einer Gibson Les Paul z.B. normalerweise verwendet wird.

Herbert meinte zu mir, dass das Holz durch den verwendeten Lack nicht atmen kann. Wir entschieden uns dazu, dass der gesamte Lack runter muss und durch Nitrolack ersetzt wird. Mit Nitrolack wurden die ersten Fender Modelle gefertigt, die man heute immer wieder im Custom Bereich als Relic Variante wiederfindet.

Als Farbe habe ich mich für ein Vintage-Cream entschieden und zwar deswegen, weil Richie selbst sein Modell in allen möglichen Varianten live gespielt hat. Nur eben nicht in Vintage-Cream.

Die neue Kopfplatte mit Bounce Logo

Frage: Echt? Welche Modelle hat er gespielt?

J.R.: Also ich habe zumindest schon die gleiche Gitarre in Sunburst, Schwarz und in Alpin White an Ihm gesehen. Und das wollte ich auf keinen Fall kopieren. Die Gitarre sollte halt einmalig werden.

Frage: Was habt Ihr sonst noch verändert?

J.R.: Ich mag die normalen Chrom Mechaniken nicht. Das wirkt alles immer sehr steril. Von daher habe ich mich für Perlmutt als Material entschieden. Das sieht einfach edler aus.

Außerdem hat Herbert das gesamte Elektrofach neu gemacht. Er hat es mit einem speziellen Calciumcarbonat-Abschirmlack lackiert und mit einer speziellen Folie verkleidet.

Komplett neue Elektronik

Damit werden Nebengeräusche nun auf ein Minimum reduziert. Letztendlich hat er den Hals gewachst und poliert, was ihn einfach angenehmer bespielbar macht.

Frage: Und hat sich der ganze Aufwand gelohnt, oder ist mal wieder ein großer Teil nur Optik?

J.R.: Nein, das kann man diesmal überhaupt nicht sagen. Es sind eigentlich rein funktionelle Änderungen. Und ich muss echt sagen, dass die Gitarre bei geschlossenen Augen dem Sound einer Les Paul Standard einfach sehr nahe kommt. Durch den neuen Hals ist die Gitarre einfach super gut zu bespielen. Und auch die geänderte Oberfläche des Bodys, die neue Lackierung macht klanglich einen wirklich großen Unterschied, was ich vorher so nicht erwartet hatte.

Frage: Du klingst begeistert! Folgen jetzt weitere Custom JR Modelle?

J.R.: Wer weiß?! .. Nein Spaß. Das war eine einmalige Sache und ich bin super glücklich mit dem Ergebnis. Das einzige, was vielleicht noch folgt ist, dass ich bei meiner originalen SA-2 die gleichen 57er PAFs einbaue, um eben das größte Manko an der Gitarre zu beheben. Dazu möchte ich aber erst mal den Sound beider Gitarren ausgiebig vergleichen.

Die JR-1 kurz vor der Fertigstellung (Aug 2010)

Frage: Klingt logisch. Zum Schluß nochmal zur Band. Was ist mit BOUNCE für das kommende Jahr geplant?!

J.R.: Viel! (lacht) Es sind wieder neue und sehr geile Locations dabei! Unter anderem werden wir nächstes Jahr in Bruchsal (Fabrik) spielen. Ausgerechnet dort, wo damals mit Kon Chauvi alles begann. Wir werden auch wieder ins Schwimmbad nach Heidelberg kommen, wo wir vor 2 Jahren bereits gespielt haben. Außerdem wird es ein paar Shows im Ausland geben und letztendlich feiert BOUNCE nächstes Jahr 10 jähriges Bestehen.

Frage: Ausland? Kannst Du das konkretisieren?

J.R.: Feststeht im Moment ein Gig in der Schweiz und einer in Holland, es sind aber noch weitere geplant.

Frage: Und was hat es mit dem 10 Jährigen auf sich? Habt ihr was Besonderes geplant?

J.R.: Na klar, aber zu viel werde ich noch nicht verraten! Ich kann nur sagen, dass es eine einmalige, sehr aufwendige Geschichte wird, die es so bei uns noch nie gegeben hat! Der Termin steht auch schon fest. Es wird am 11.11.2011 sein und die Location ist auch schon gebucht.

Frage: In welcher Location wird es sein?

J.R.: Kein Kommentar! – Aber es wird so etwas wie ein Meilenstein, so viel kann ich sagen.

Frage: Ab wann werden die Termine veröffentlicht?

J.R.: Sie werden, so wie jedes Jahr, am 01.10. auf unserer Webseite veröffentlicht.

Frage:Ok, dann bedanke ich mich an dieser Stelle für die aufschlußreichen Infos und sag einfach mal – bis zum nächsten Mal.

J.R.: Besten Dank. Ciao

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