BOUNCE - BON JOVI TRIBUTEBAND

Tom’s Tour Tales (Teil6)
NCO Club – Schwäbisch Hall

Schnee ist angesagt

Es schneit. Schöner weißer Schnee aus dicken grauen Wolken. Pia ist ganz aufgeregt und will einen Schneemann bauen. „Kannst Du bestimmt gleich mit deiner Freundin Paulina bei Brigitte im Garten machen“ sag ich und mir ist dabei mulmig zumute. Nicht, dass ich was wegen des Schneemanns befürchtete, nein es geht da eher um die Anreise nach Schwäbisch Hall, wo wir abends in unserem „Wohnzimmer“ auftreten.

Party im NCO Und so verabschiede ich meine kleine Maus und wünsche ihr viel Spaß, die große werde ich ja abends wiedersehen, denn sie kommt mit, allerdings mit Charly, Jo zusammen mit Birgit und Arnd nach. Außerdem kommt auch die ganze andere Crew zum Event: Tuschy, Yogi & Schlenki sind alle mit Freundin ebenfalls mit von der Party.

Kurz vor 10°°. Ich warte auf Olli, der auch schon bald in den Bus hüpft und los geht’s zum „H.Q“., als „Headquarter“, oder „Bounce-Hauptquartier“. Diese Bezeichnung des Rösel’schen Zuhause lies am Vortag noch meinen Vater ungläubig und stöhnend mit dem Kopf auf den Schreibetisch sinken, aber egal.

Wir schieben den Anhänger erst mal auf den Hof und dann noch ein, zwei Brötchen zwischen die Backen. Rasch ist der Hänger gepackt und mit wehem Blick auf die Uhr düsen wir bei leichtem Schneefall zur „blauen BP“, der Araltankstelle, wo doch früher immer eine BO stand. Hier pumpen wir noch etwas Luft in die Reifen des Hängers, dessen Reifen schon ziemlich dicke backen machen und noch etwas Geld in Tuschy’s Geschenk, damit der auch bald dicke Backen machen kann  Jay steht mit uns in telefomischem Kontakt, er ist beruflich noch in Ulm auf einer Fortbildung gewesen und kommt nun mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach „Hall“.

Für die Reise habe ich die Kühlbox mit Bier, Biermixgetränken und Energy-Drinks sowie an Fruchtgummis gefüllt. Wir sind eine Rockband, dachte ich und was höre ich? „Hey gibt’s auch Wasser oder was ohne Alkohol“. Aus der Not gedrungen müssen meine Mitstreiter dann leider die Energy-Drinks trinken, die wohl nach Katzenpisse zu schmecken scheinen.. Na toll, Rock ..n Roll.

Aus Protest beschließe ich dann so in Höhe Frankfurt eben selbst ..nen kleines V+ zu genehmigen. Schmeckt.

Kurze Rast im Spessart, bis hierhin verlief die Fahrt ohne Probleme, beim Kaffe stoßen Tuschy und seine Freundin zu uns. Es geht weiter und bald werden wir von Birgit und Arnd mit Jo, Andi und Charly an Board überholt.

Es ist eine Punktlandung auf 17°° und bei Eiseskälte laden wir aus, begrüßen die NCO Crew und Jay, der auch schon eingetroffen ist und beginnen mit dem Aufbau, der erstmal durch eine Pause, mit belegten Brötchen im Mittelpunkt, unterbrochen wird. Die anderen schauen kurz nach dem Einchecken im Hotel vorbei und machen sind auch gleich wieder auf den Weg, etwas Essen zu gehen.

Wir Soundchecken noch eine Weile vor uns hin und schließlich erscheint in Gestalt von Justin Nova der Support Act.

Schon beim Soundcheck von ihm ist klar, dass dieser Musiker es verdient hat, gehört zu werden.

Wir werden langsam nervös und zur Belohnung gibt es Pizza. Ich finde, der Anbieter hat seit unserem letzten Besuch erheblich an Qualität verloren. Egal.

The BOUNCE-Family Das Wetter schreckt wohl doch so einige Leute ab, den Fuß vor die Türe zu setzen und so füllt der Club leider diesmal schleppender, als gewöhnlich. Umso toller ist, dass wir mit einer so großen „Family“ und treuer Fangemeinde mittlerweile anreisen dürfen.

Justin Nova

Uns so spielt Justin Nova dann vor ca. 460 Leuten auf. Erstaunlich, was der Typ aus 2, 3 Loopern und seiner Klampfe so anstellt. Man könnte sagen, er ist quasi das Dynamische „Ich“, der „Eine lustige Zwei“. Egal. Toll, wie er bekannte Songs in ganz anderem Gewand darbringt, die Version von „Message in a bottle“ fand ich persönlich geil.

An dieser Stelle möchte ich dann auch den passenden Link zu seiner Band liefern: myspace/justinnovaband

Rocking the N C O

Nun ja, kurz nach halb 11 stehen wir dann selbst mit 28 Songs im Gepäck und Bock in der Buchse auf der Bühne und es geht los! Der Club kommt relativ zäh in Fahrt, scheinbar steckt allen noch die Kälte von draußen in den Knochen. Unsere Family feiert sich selbst und ich sehe vor der Bühne immer wieder Biere, Bacardi Colas und andere Drinks in lustig wechselnder Reihenfolge. Ist doch auch was.

Nach knapp 1 ½ Stunden wird es Zeit für eine kleine Pause.

(Ab hier würde ich gern an die Co-Autorin übergeben….)

Ich hoffe, die Co-Autorin kann hier würdig anschließen:

Unsere Anreise war unspektakulär. Als wir Jo, Andi und Charly im H.Q. abgeholt hatten, starteten wir unsere Fahrt nach Schwäbisch Hall. Schnell wurden das mitgebrachte Spritzgebäck, Berliner Brot und der Sekt unter den Insassen verteilt und versüßte uns so die Fahrt.

Nach einem kurzen „Hallo“ im NCO gingen wir dann erst einmal in netter Runde im Gasthaus zur Krone essen. Der anschließende Spaziergang durch die eisige Kälte zum NCO machte uns fit für den bevorstehenden Abend.

Von einem zähen Anfang war in unserer Ecke nichts zu spüren. Jo und Andi schien der Sekt gut getan zu haben und so gaben sie jedem Song durch ihre Showeinlagen und eigenen Interpretationen eine ganz besondere Note.

Nach der Pause erreichte die Stimmung dann das für den NCO gewohnte Niveau. Die Begeisterung der Band, dort zu spielen, schwappte wieder einmal über ins Publikum, einfach klasse. Der Saal bebte und hinter uns wünschte sich sogar eine gutaussehende Blondine ein Kind von JoJo. Schade nur, dass er das aufgrund seiner Ohrstöpsel nicht hören konnte.

Die lautstark eingeforderten Zugaben waren gespielt, da ging es nahtlos über zur Aftershow-Party. Naja, die Musik lies dann doch zu wünschen übrig und erinnerte mit „Cowboy und Indianer“ stark an den kölschen Karneval.

Gut dass das ein oder andere Bier vieles leichter ertragen läßt. Nicht zu vergessen der für den NCO übliche Absacker namens „FICKEN“. Ach wie gut das ich die Frage „willst du ficken“ diesmal viel besser einordnen konnte als in früheren Zeiten und mit einem lockeren – na klar – beantwortete (besser gesagt, dahinhauchte, weil mal wieder ohne Stimme).

Gegen 4 Uhr war alles im Hänger verstaut und wir machten uns, nachdem auch der Letzte sich ordentlich verabschiedet hatte, gemeinsam auf den Weg durch die jetzt noch eisigere Kälte zum Hotel. JoJo’s Ohren brauchten nach der Karnevalseinlage erst einmal ein paar Streicheleinheiten aus dem MP3-Player; ich kann ihn gut verstehen.

Die Nacht war kurz, was soll’s. Für 8 Uhr hatte Tony alle zum Frühstück bestellt. So fanden wir uns in großer Runde bestehend aus Band samt Familie und großer Fangemeinde alles andere als wach im Frühstücksraum wieder. Der heiße Kaffee tat gut und füllte unsere Körper mit Leben.

Was soll ich sagen, es war mal wieder ein schönes Wochenende voller guter Musik, netter Leute + Freunde und einem großen Spaßfaktor. Ich freue mich schon auf den nächsten Gig, bis dann Birgit.

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