BOUNCE - BON JOVI TRIBUTEBAND

Am Ende musste der ADAC anrücken...

Alles fing am Freitag vor dem großen Cobra Konzert an: Sturmwarnung. Da mein fahrbarer Untersatz ein Smart sein sollte, war dies ein, im Gegensatz zum Fiesta, riesges Problem. Mir wurde zwar versichert, dass die Fahrt unproblematisch wäre, trotzdem hatte ich Panik das Konzert zu verpassen.

Am Samstag ging es dann aus dem wunderschönen Südniedersachsen um 13 Uhr los. Und lasst euch eins sagen: Es war kein Spaß. Letztlich kamen wir, ohne vom Winde verweht zu sein, in Solingen an, wo wir schon erwartet worden. Zusammen mit Bianca machte ich mich um 16:30 Uhr auf den Weg in die Cobra.

BOUNCE Dort vor der Kantine stand Sabrina ganz alleine und wir diskutierten erstmal unser Lebensmittel-Nachname-Problem, das wir beide haben. Um ca. 18:30 Uhr wurden wir endlich in die Halle gelassen. Das ist auf jeden Fall ein wenig größer als das Fiasko.

Sofort standen wir in der ersten Reihe und warteten. Ich glaube es war ca. 19:15 Uhr als Daily Grind auf die Bühne kam und uns sehr gut auf die folgende Show einstimmten.

Anders als man es gewohnt war, fing die Setlist nicht mit Raise your Hands oder einem anderen schnellem Lied an, sondern mit When we were beautiful. Ich hatte echt Gänsehaut und ich glaube alle anderen auch. So feierten wir weiter bis es Zeit für die Fanaktion war, die eigentlich für Raise your Hands geplant war. Wir hatten aber Angst, dass es nicht auf der Setlist steht und haben es kurzerhand auf Bed of Roses verschoben. Geglückt ist es allemal.

Nach dem Konzert bediente ich mich erstmal ordentlich am Merchstand und 2 Tassen, eine CD und ca. 37 Aufkleber haben so ihren Weg in meinen Besitz gefunden. Dann ging es auf Autogramm-Marathon. Erstes Opfer war Olli, der mir meine CHAAAASSEL-Ente und die Bounce CD unterschrieb. Danach kam Jeans, der sich ebenfalls auf meiner Ente, auf der CD und meinem Ordner verewigte. Nächster Halt: Jojo. Nachdem wir ihn irgendwie von der Bühne runter hatten, verewigte er sich ebenfalls auf eben diesen Dingen und meinem Bounce-Schal.

Danach kam Olav, der auf die Aussage, dass Tom vielleicht getrimmt ist (er war einfach weg), mit „Ne ne…der muss ja noch Bus fahren.“ antwortete. Dann tauchte auch Tom auf (Danke Rene für deine Hilfe) und er unterschrieb kurzerhand in schönster Druckschrift auf dem Heck meines Entchens.

Auch schöne Abende haben ein Ende, weswegen wir uns noch von Olli verabschiedeten. Zu zweit sind wir um kurz nach 1 Uhr per Taxi in die Pension gefahren, wobei der Fahrer uns anscheinend foppen wollte und ist kurzerhand 4 mal rechts gefahren. Todmüde, aber glücklich, bin ich sofort eingeschlafen.

Jetzt kommt berechtigter Weise die Frage „und wo ist jetzt das Problem? So schlimm war der Wind ja auch nicht.“ auf. Recht habt ihr. Wenn der Sonntag nicht gewesen wäre:

Sonntagmorgen: Das Auto springt nicht an. Wir stehen in Solingen und müssen am selben Tag noch nach Bremen bzw. Staufenberg. Also die gelben Engel anrufen, die aus einer halben Stunde knapp eine gemacht haben. Diagnose: Irgendein Riemen ist gerissen und das Auto muss inne Werkstatt.

BOUNCE Natürlich hatten wir die Fahrzeugpapiere dabei und nicht Zuhause liegen gelassen (Für die, die der Ironie nicht mächtig sind: Sie lagen Zuhause.). Aber kein Problem. Es kam jemand, der uns abgeschleppt hat. Oder eher wollte. Den alles sah danach aus, dass der Pannenwagen nicht auf den Weg hinter der Pension passt. Getreu dem Motto "was nicht passt, wird passend gemacht" hat der Mann einfach den Busch ein wenig gestutzt und schon hat es gepasst. Nächstes Hindernis: den Smart auf die Ladefläche bekommen. Zuerst schoben der gelbe Engel und ich und später saß ich im Auto und musste lenken. Irgendwie hat das dann auch geklappt und wir saßen zu dritt in der Fahrerkabine.

Jetzt könnte man sagen "gut...fährt man halt mitm Ersatzfahrzeug weiter.". Nichts da. Jemand (nicht ich) hatte seinen Führerschein nicht dabei, also bekommen wir kein Auto. Als ob, dass nicht schon genug wäre, gilt der Pickup-Service vom ADAC nur auf direktem Weg in die Werkstatt, in der das Auto eingeschrieben ist. ICH MUSSTE ABER NACH KASSEL. (ja, ich war genervt. So richtig genervt.). Die einzigen Lösungen: ich fahre mit nach Bremen und von da aus mitm Zug oder gleich von Haan aus nach Kassel. Es sollte die letztere Lösung sein. Und das Grauen hatte einfach kein Ende. Gerade als ich mit Bianca telefonierte, um ihr die Situation zu erklären, kam die Durchsage, dass mein Zug nach Solingen 5 Minuten Verspätung hat. So blieb mir eine ganze Minute zum Umsteigen.

In Solingen angekommen, sah ich nur noch wie der Zug einfuhr und rannte. Ca. 10 Sekunden nachdem ich eingestiegen bin, fuhr er los. In Hamm das nächste Szenario: Der Zug fährt aufgrund von technischen Problemen nicht los. Eine halbe Stunde verging, bevor der Zug sich in Richtung CHAAAAASSEL aufmachte. Im Zug saß ein Mann, der die ganze Zeit über komische Geräusche von sich gab und ich war echt fertig mit den Nerven. Irgendwie habe ich es Nachhause geschafft. Wie genau habe ich verdrängt.

Kurz gesagt: Das Wochenende war voller kleiner und großer Überraschungen aber vor allem war es GEIL. Nächstes Jahr wieder, Jungs! Man sieht sich in Kassel.

Marlena

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